| Die Itzaes ließen sich ca. im 9.
Jahrhundert nieder und bekamen im Laufe der Zeit eine enorme Macht. 1250
wurde die Stätte dann plötzlich aus unerklärlichen Gründen verlassen. Während
der Blütezeit von Chichén Itzá hatte es ungefähr 25 km² Ausmaß, währenddessen
das religiöse, kulturelle und admisinstrative Zentrum 6 km² hatte und von
der Elite bewohnt war. Die Bauten waren palastähnlich, feinstens dekoriert
und mit kräftigen Farben bemalt. Das sieht man heute natürlich nicht mehr.
Rund um die Bauten herum lebten etwa 50.000 bis 100.000 Personen in den
typischen Palmendachhütten, wie es sie heute noch gibt. Das imposanteste Gebäude ist das Schloss von Kukulkan. Es ist 30 Meter hoch und wurde wohl zwischen 650 und 800 n. Chr. erbaut. Die verschiedenen Zahlnummerierungen stimmen mit dem Sonnenkalender der Mayas überein. 91 Stufen x 4 Seiten = 364 plus die Plattform ergibt 365, also die Tage pro Jahr. Die 5 Verzierungen zu jeder Seite am Dach des Tempels sind 5 x 4 = 20, was die 20 Tage eines Monats im Mayakalender sind. Das Fantastische jedoch ist das enorme astronomische und mathematische Wissen der Maya, was an der Pyramide zum vollen Ausdruck gelangt. Jeweils zum Frühlingsanfang und Herbstbeginn ist die herabsteigende Schlange (Kukulkan) durch ein Licht und Schattenspiel zu sehen und ist die Hauptattraktion für viele Besucher. Auch die Akustik besticht, was vor allem die Amis eindrucksvoll durch wildes Klatschen vor der Pyramide demonstrieren.
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